Tourette: Zucken, Zwinkern und zotige Reden
Das Tourette-Syndrom ist eine neuropsychiatrische Erkrankung, deren Symptome motorische und verbale Tics sind.
Tics sind rasche, unwillkürliche und teils heftige Bewegungen oder Lautäusserungen, über die die Erkrankten keine Kontrolle haben. Das Spektrum reicht dabei von einfachem Blinzeln oder leichten Zuckungen bis zu komplexen motorischen Mustern. Akustische Tics variieren von Husten oder Räuspern bis hin zu zwanghaften unflätigen öffentlichen Schimpfkanonaden.
Der Name des Tourette-Syndroms geht auf den französischen Neurologen George Gilles de la Tourette zurück, der 1885 Studien zu diesem Krankheitsbild veröffentlichte.
Die genauen medizinischen Ursachen des Syndroms sind bis heute nicht gefunden, vermutet wird allerdings ein Zusammenhang mit Störungen im Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn.